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Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) | Das Portal

Das Spiel als Instrument für die BNE

  
«Die nachhaltige Leichtigkeit des Kindseins» ist ein Wahlkurs für angehende Lehrpersonen. Darin kommt dem Spiel eine wichtige Rolle zu. Ein Gespräch mit Tommaso Corridoni vom DFA in Locarno.

Sie messen dem Spiel im Rahmen des Unterrichts grosse Bedeutung zu und haben es deshalb als zentrales Element in eine Ihrer Lehrveranstaltungen zur BNE aufgenommen. Weshalb?
Das Wesentliche am Spiel ist die Partizipation. Dadurch lässt sich eine Situation schaffen, in der sich die Mitspielenden freiwillig zur Verfügung stellen und beteiligen, teilweise zu ihrer Unterhaltung und teilweise als Herausforderung. Interessant am Spiel ist seine Dualität. Zum einen weist es eine metaphorische Komponente auf: Wir setzen uns aufs Spiel, «tun so, als ob», was vergnüglich ist, aber auch Denkanstösse auslösen kann. Dazu kommt eine ganz konkrete Komponente: Wir spielen und möchten gewinnen, dabei müssen wir die Regeln beachten.

Spielen ist nicht nur Vergnügen, sondern auch Reflexion

In der Schule kann das Spiel nicht Selbstzweck sein, sondern ein Mittel, ein Messinstrument, das sich für didaktische Zwecke nutzen lässt. Im Rahmen der BNE eignet sich das Spiel perfekt, um typische Problemsituationen der nachhaltigen Entwicklung zu gestalten. In diesen Situationen muss ein Ausgleich zwischen Wissen, Regeln – die auch quantitativ festgelegt sein können – und den nicht quantifizierbaren wertebasierten Entscheidungen der Mitspielenden gefunden werden. Das Finden solcher Gleichgewichte gehört zu den grundlegenden Herausforderungen der BNE.

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Kontakt

Roger Welti  
Unterricht
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