Zur Schule auf dem Bauernhof (SchuB)

  
30 Jahre Schule auf dem Bauernhof, SchuB: Zu diesem Jubiläum fanden je eine Schulklasse aus gleich allen drei Landesteilen den Weg auf den Chleehof nach Kirchberg im Kanton Bern. Mit dabei war auch die Klasse von Maria Rindlisbacher. Die Schülerinnen und Schüler erlebten einen facettenreichen Tag und durften sogar dem Bundesrat und der versammelten Festgemeinde ein Ständchen bringen.

Der regelmässige Besuch auf dem Bauernhof ist für Maria Rindlisbacher ein wichtiger Bestandteil von Umweltbildung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Für die Lehrerin ist das aktive Lernen am Original ein grosses Anliegen, das auf dem Bauernhof bestens zur Geltung kommt.

Was das bedeutet, erfahren die Schülerinnen und Schüler gleich beim ersten Posten: Sie wägen die Tagesration Futter für eine Milchkuh ab und dürfen sich beim Melken an einem Modelleuter versuchen. Schliesslich degustieren sie unterschiedlich aufbereitete Milch von Kühen, Schafen und Ziegen und geben ihre Bestnote ab. Interessanterweise geht diese bei der beobachteten Gruppe nicht etwa an die gewohnte Drink-Milch, sondern vielmehr an die ungewohnte Rohmilch.

Nach dem ersten Posten geht es zu einem kurzen Abstecher in die grosse Remise, wo die Festgemeinde versammelt ist. Die drei Klassen haben für diesen Anlass ein extra von Christian Schenker komponiertes Lied in allen drei Landessprachen einstudiert und geben es nun zum Besten.

Nach der Gesangsdarbietung ist am zweiten Posten das Thema Kartoffelanbau angesagt. Von der Saatkartoffel bis zur Ernte geht der Bauer mit den Schülerinnen und Schülern sämtliche Schritte eins zu eins mit gutem Anschauungsmaterial durch. Schliesslich steigen sie sogar auf die Erntemaschine und sortieren Kartoffeln aus.

An weiteren Posten verfolgen die Schülerinnen und Schüler u.a. die Wege vom Huhn über das Ei bis zur selbstgebackenen Omelette oder vom Schaf über die Wolle zum gestrickten Pulli. Auch die Imkerei mit dem Besuch eines Bienenhauses oder das Pflanzen eines Obstbaumes sind Themen eines Postens. Die Klasse von Maria Rindlisbacher kann an diesem Tag insgesamt drei Posten besuchen und zeigt dabei grosses Interesse.

Schule auf dem Bauernhof ist für die Lehrerin eine von verschiedenen Aktivitäten, welche sie regelmässig mit Exkursionen ins Schulprogramm einbezieht. Dazu gehören auch Jahreszeiten-Spaziergänge zum Weiher, Flurbegehungen oder viermal mit dem Förster in den Wald. Nach Draussen gehen mit dem Velo oder zu Fuss ist für sie mit nachhaltig wirkenden Erlebnissen verbunden, bei denen die Schülerinnen und Schüler viel lernen können.

 
Das sagen die Festredner

Für Bundesrat Johann Schneider-Ammann schliesst das Angebot von SchuB Brücken zwischen „Stadt- und Landbevölkerung“ sowie zwischen „Theorie und Praxis“ und vermittelt „Zusammenhänge im Grossen wie im Kleinen“. Beat W. Zemp, Zentralsekretär des Lehrerinnen- und Lehrerverbandes Schweiz (LCH) betont die Bedeutung des Zusammenspiels zwischen schulischer Bildung und ausserschulischen Lernorten und den Wert des handelnden Lernens, „denn Denken geht aus dem Handeln hervor“, sagt er. Regierungsrat Bernhard Pulver, Erziehungsdirektor des Kantons Bern stellt schliesslich fest: „ausserschulische Lernorte wie der Bauernhof ermöglichen direkte Begegnungen mit Menschen und deren Berufswelten sowie Erkundungen im Bereich Natur und Technik.“

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