Entwicklung Unterrichtshilfe in Co-Produktion

Partnerschaft zwischen dem Schulkreis Cerisiers und éducation21  

Woher stammen die Früchte und das Gemüse, für die Pausenverpflegung?

Dominique Jeannot unterrichtet Französisch und Geschichte im Schulkreis von Cerisiers (NE). Dank ihrer Initiative wurden gemeinsam mit éducation21 Unterrichtseinheiten zur «Formation générale» für die Klassen 3H und 7H entwickelt und umgesetzt. Im Interview werden die Eckpfeiler des Pilotprojekts der Neuenburger Lehrerin vorgestellt.

Wie ergab sich die Idee zur Entwicklung der Unterrichtseinheiten und zur Zusammenarbeit mit éducation21?
Diese Idee ist mir bei einer Stellvertretung in Formation générale, die ich im Schulkreis Cerisiers übernommen habe, gekommen. Bedürfnisse von Lehrpersonen nach Aktivitäten zur Umsetzung dieses relativ neuen Teils des Lehrplans PER (Plan d'études romand) veranlassten mich Unterrichtssequenzen in Zusammenarbeit mit éducation21 zu entwickeln. Für Lehrpersonen und Schüler/-innen ist es stets interessant, schulexterne «Spezialist/-innen» im Unterricht zu empfangen.

Welche Inhalte wurden in den Unterrichtseinheiten behandelt?
Wechselbeziehungen sozialer, ökonomischer und ökologischer Natur standen im Zentrum dieses Schulprojekts. Kurz: Wir haben uns für das Thema: «Woher stammen die Früchte und das Gemüse für die Pausenverpflegung?» entschieden. Es passt zugleich zum Unterrichtsstoff der 3H und 7H, die ins Thema einbezogen wurden. Bei der 3H konnte ich an den Schulstoff aus der 1. und 2. Klasse anknüpfen, wo wir jeweils ein gesundes Frühstück zubereitet haben. Das Thema konnte in beiden Zyklen unter Beachtung mehr oder weniger der gleichen Zielsetzungen unterschiedlich angegangen werden.

Wie wurden diese Unterrichtssequenzen von den Klassen aufgenommen?
Meines Erachtens sind die Animationen gut gelungen. Ein genaueres Bild der Resultate machen wir uns noch am Ende dieses Schuljahrs. Die Schüler/-innen wurden auf Fragen der geografischen Herkunft gewisser Produkte, ihres Transports und deren Saisonalität sensibilisiert. Mit den Animationen wurde ihnen die Beziehungen dieser Begriffe untereinander und der Einfluss ihrer Entscheidungen als Konsument und Konsumentin bewusst gemacht. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Projekt auch deshalb interessant ist, weil damit eine Weiterbildung der beteiligten Lehrpersonen einhergeht. Ich hoffe, dass wir die Zusammenarbeit zwischen «angewandter Praxis» und «Forschung» bei anderer Gelegenheit weiterverfolgen können!

Gibt es Folgeprojekte oder werden Sie das Projekt weiterentwickeln?
Wir werden alle interessierten Lehrpersonen aus dem Schulkreis (nicht nur jene, die bereits involviert waren) zu einer Informationsveranstaltung einladen. Diese rund 1 ½-stündige Sitzung wird von Pierre Gigon, Mitarbeiter bei éducation21, und mir moderiert. Auch wenn der Inhalt noch nicht vollständig erarbeitet ist, wird folgender Rahmen gegeben sein: Ein Teil der Veranstaltung wird sich dem Begriff der Nachhaltigen Entwicklung theoretisch annehmen, während im praktischen Teil die teilnehmenden Lehrpersonen zusammen mit Animator/-innen neue Unterrichtshilfen ausdenken und konzipieren.

Kontakt

Pierre Gigon 
Aus- und Weiterbildung
tel +41 21 343 00 22
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