Bildungswerkstatt Bergwald im Engadin

Nach dem Morgenessen versammelt Kaspar Zürcher, Leiter der Bildungswerkstatt Bergwald (BWBW) die 9. Klasse vor dem Lagerhaus in der Nähe von S-chanf im Unterengadin. Er teilt die Gruppen ein und orientiert über die Arbeiten des heutigen Tages. Eine Gruppe wird sich um den Einkauf kümmern und das Nachtessen zubereiten. Die 2. Gruppe wird im Wald Bäume fällen und die dritte Zäune zum Schutz des Jungwuchses ausbessern. Die Arbeit kann beginnen.

«Das besondere an dieser Bildungswerkstatt ist, dass nicht nur Arbeiten im Wald, sondern auch im Haus verrichtet werden», erklärt Florence Brenzikofer, Klassenlehrerin der 9. Klasse im Video (siehe rechte Spalte). Bei der Hausarbeit wird während der Projektwoche neben der Teamkompetenz v.a. die Selbstkompetenz gefördert: «Jeder in der Gruppe übernimmt eine Rolle und die Verantwortung für eine bestimmte Aufgabe», meint sie. Dies passt offenbar auch den Schüler/-innen: «Mir gefällt besonders gut, dass wir das Menü selber bestimmen, einkaufen und kochen dürfen», lautet der Kommentar von Leonie. Dies ist ganz Sinne einer nachhaltigen Ernährung, wie es das Zusatzprogramm «Regina plus» der Bildungswerkstatt vorschlägt.

Währendem sich die Kochequipe auf den Weg zum Einkauf ins Dorf macht, laden die übrigen Schüler/-innen die Kisten mit dem Mittagslunch auf die beiden Geländefahrzeuge und nehmen selber  auf den seitlichen Bänken Platz. Im Wald angelangt packen sie nach kurzer Anleitung kräftig an. Trotz kalter Morgenluft und steilem Gelände macht die Arbeit sichtlich Freude. Auf die besonderen Vorzüge der Projektwoche angesprochen meint Tobias: «Mir gefällt, dass man zusammenarbeitet und so seine Mitschüler/-innen und sich selber besser kennenlernt.»

Durch den Tag hindurch leiten pädagogisch geschulte Forstfachpersonen der BWBW die Schüler/-innen bei der fachgerechten Forstarbeit an. Neben den bereits erwähnten Arbeiten gehören auch das Bauen von Wegen oder Verlegen von Wasserleitungen dazu. Zum Einsatz kommen traditionelle Handwerkzeuge. Nicht nur die Arbeit wird erklärt, sondern auch deren Sinn. Die Schüler/-innen erfahren einiges über die Ökologie des Gebirgswaldes und notabene auch über sich selbst. Oder wie es Kaspar Zürcher sagt: Neben der Naturbegegnung „bekommen die Schüler/-innen auch ein Gefühl für die Erdung von sich selber».

Am Abend kehren die Schüler/-innen zwar müde, aber zufrieden ins Lagerhaus zurück und freuen sich auf ein leckeres von der Kochequipe zubereitetes Nachtessen.

Die Projektwoche wurde von den Finanzhilfen von éducation21 unterstützt.

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