«Wetter beobachten – Klima erfassen»

Laszlo Fisli setzte während Jahren das Programm GLOBE im Unterricht mit gutem Erfolg ein: Bis 2012 an der Gesamtschule Schüpberg (1.-9. Klasse) danach noch an der Primar- und Tagesschule Ziegelried (3.-6. Klasse). Heute arbeitet er als Heilpädagoge und meint: «Kinder fühlen sich vom Klimawandel betroffen und sind am Thema interessiert.»

Laszlo Fisli, wie sprechen Schüler/-innen auf das Thema Klima im Unterricht an?
Das Thema ist im Alltag der Kinder sehr präsent: «Wie wird das Wetter?», «Was muss ich anziehen?», «Warum ist es im Winter kalt?»… Solche und ähnliche Fragen stellen sich ihnen regelmässig. Für mich als Lehrperson ist es dankbar, wenn ich an Vorerfahrungen meiner Schüler/-innen anknüpfen kann. Das macht den Unterricht auch spannend. Darüber hinaus werden sie durch die Medien mit dem Thema «Klima» konfrontiert, können jedoch die Ursachen und Auswirkungen oft nur schwer einordnen. Hier kommt dem Unterricht eine wichtige Aufgabe zu. Da sich die Schüler/-innen von diesen Themen betroffen fühlen, sind sie daran interessiert.
 
Wie gehen Sie im Unterricht vor, wenn Sie das Thema behandeln?
Zweigleisig: einerseits in den Schulalltag integriert, zum Beispiel durch Wetterbeobachtungen, andererseits durch Schwerpunkte im Sachunterricht. Dabei möchte ich nicht nur abstrakte Begriffe vermitteln, sondern die Schüler/-innen sollen eine konkrete Vorstellung erhalten, worum es geht. Dies geht soweit, dass sie nicht nur lernen, Messinstrumente abzulesen, sondern wir sie auch gleich selber bauen.
 
Wie binden Sie das Programm GLOBE in den Unterricht ein?
Die Beobachtungen und Messungen, die wir zum Wetter/Klima machen, leiten direkt zu GLOBE über. Hier werden sie regelmässig wiederholt und die Resultate in eine internationale Datenbank eingegeben. Grafiken werden erstellt, interpretiert und langfristige Entwicklungen sichtbar gemacht und diskutiert.
 
Welche der vermittelten Inhalte/Kompetenzen sind Ihnen besonders wichtig?
Die Schüler/-innen lernen selbständig, in eigener Verantwortung über längere Zeit an einer Aufgabe zu bleiben. Sie erfahren, wie wichtig es ist, genau zu arbeiten. Sie müssen Messresultate auswerten und mit jenen anderer Messstandorte rund um die Welt vergleichen. Dabei lernen sie auch den Unterschied zwischen Wetter und Klima kennen und, ganz spannend, eigene Wetterprognosen zu erstellen.
 
Was empfehlen Sie Lehrpersonen, die GLOBE im Unterricht einbeziehen möchten?
Lehrpersonen erhalten vom Programm sehr viel Support. Ein Einführungskurs bereitet sie sogar praxisnah auf den Unterricht vor. Dies gilt es zu nutzen.

www.education21.ch/de/ventuno

GLOBE ist ein internationales Bildungsprogramm für alle Schulstufen im Bereich Erdsystemwissenschaften. Es vermittelt Forschungsaktivitäten und bietet Zugang zu passenden Lehr- und Lernmaterialien. Schulklassen werden durch das Programm regional und weltweit vernetzt. Mit GLOBE werden lehrplankompatibel die naturwissenschaftlichen Methodenkompetenzen gefördert. 
www.globe-swiss.ch

 

Gast

Laszlo Fisli
Lehrer und Pädagoge

 

 

 

   

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