Martin Moser, Sekundarschule Münchenstein

Kinder und Jugendliche müssen in der Schule auf möglichst unterschiedliche und auch emotionale Art und Weise angesprochen werden.

Martin Moser, Sekundarschule Münchenstein

Beim Klassenprojekt mit meiner 7. Klasse im vergangenen Herbst kamen gleich mehrere interessante Aktivitäten zusammen. Einige meiner Schüler/-innen wurden vor den Sommerferien zu einem interativen Theaterstück, das von Schüler/-innen im benachbarten Schulhaus aufgeführt wurde, eingeladen und hatten soviel Spass daran, dass sie gleich selber ein solches Stück auf die Beine stellen wollten.

Bei diesem Theaterprojekt, das von T-school-Project angeboten wird, geht es um Fairtrade bei Textilien. Dieses Thema konnte ich in der Projektwoche problemlos mit dem Pausenkiosk verbinden, für welchen meine Klasse zu dieser Zeit verantwortlich war. Ein Teil der Klasse hat sich so beim Entwickeln des Theaterstücks mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten bei Textilien befasst, der andere Teil hat die gleichen Aspekte im Zusammenhang mit der Ernährung untersucht und Fairtrade- Produkte für den Pausenkiosk entwickelt und verkauft. Als Vorbereitung besuchten wir u.a. die Ausstellung „clever konsumieren“ und als Abrundung bedruckten alle Schüler/-innen unter fachkundiger Anleitung Fairtrade- T-Shirts mit selbst gestalteten Sujets.

Die Schüler/-innen waren engagiert bei der Sache und konnten einiges lernen. Bei der Schlussbesprechung zum Theater versicherte z.B. ein Schüler glaubhaft: „Jetzt weiss ich was Fairtrade ist!“ Als Lehrperson durfte ich von interessanten Unterrichtshilfen, den é21-Finanzhilfen für Schulprojekte im Bereich Umweltbildung sowie von einem finanziellen Beitrag von T-school-Project profitieren, dadurch wurde das Teilprojet Theater erst möglich.

Interessantes Detail: Das Theaterstück haben drei von fünf Klassen des Schulhauses gesehen. Diese drei Klassen bewerteten das Angebot des Pausenkiosks in unserer Umfrage als wertvolle Alternative, währendem die anderen beiden Klassen möglichst schnell wieder zum gewohnten 0815-Angebot zurückkehren wollten. Dies zeigte mir einmal mehr, dass wir unsere Kinder und Jugendlichen in der Schule auf möglichst unterschiedliche und auch emotionale Art und Weise ansprechen müssen, was durch das Theater ausgezeichnet eingelöst werden konnte.

Bericht zum Projekt auf der Datenbank «Gute Schulprojekte»