Programm Partnerschaften Nord-Süd in der Lehrer/-innenbildung

Programm

éducation21 unterstützt Partnerschaften zwischen Pädagogischen Hochschulen der Schweiz und Lehrerbildungsinstitutionen in Ländern des Ostens und des Südens. In dieser Zusammen-arbeit werden Kompetenzen (weiter-)entwickelt, welche für den Unterricht in einem hetero-genen und globalisierten Kontext für eine Nachhaltige Entwicklung von Bedeutung sind.

Mit der Unterstützung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA engagiert sich éducation21seit 2004 in einem Partnerschaftsprogramm zwischen Pädagogischen Hoch-schulen (PH) der Schweiz und Institutionen der Lehrer/-innenbildung in Ländern des Ostens und des Südens. Ziel dieses Programms ist es, die PH und damit indirekt die Schulen in ihrer Praxis einer Bildung für Nachhaltigen Entwicklung (BNE) zu unterstützen.

Partnerschaften

Indem Institutionen mit dem selben Auftrag in ganz unterschiedlichen Kontexten in einen Wissens- und Erfahrungsaustausch treten und gemeinsame Bildungsprojekte durchführen, wird einerseits bei allen Beteiligten das Verständnis für weltweite Zusammenhänge gefördert, anderseits werden Kompetenzen (weiter-)entwickelt, welche für den Unterricht und weitere berufliche Kooperationen in der heutigen nicht nachhaltigen Weltgesellschaft von Bedeutung sind. Solche Formen der Zusammenarbeit unterstützen eine BNE und fokussieren insbesonde-re auf Wechselwirkungen zwischen der lokalen und der globalen Dimension.

Die Partnerschaften erlauben sowohl Dozierenden wie auch Studierenden das gegenseitige Lernen, fördern den Perspektivenwechsel und machen den Zusammenhang zwischen einem historisch geprägten sozio-ökonomisch-ökologischen Kontext und dem jeweiligen Bildungs-system explizit. Sie basieren auf geteiltem Verständnis füreinander und für das gemeinsame Projekt sowie dem Willen, den Austausch und die Zusammenarbeit als Lernprozess im Sinne einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung zu verstehen.

Im Rahmen der Partnerschaften werden gemeinsam einerseits auf einer allgemeinen Ebene Ziele formuliert. Andererseits werden konkret beispielsweise Module zu einem definierten Thema entwickelt und durchgeführt, Hospitationen und Praktika in Schulen vorbereitet und absolviert, Unterrichtsmaterialien entwickelt, gegenseitige Dozierendenaustausche  vorberei-tet, Bachelor- und Masterarbeiten gegenseitig mit betreut sowie Projekte zu Entwicklungszie-len beider Institutionen geplant und umgesetzt. Ziel ist es, an den einzelnen PH im Rahmen der Partnerschaft gemachte Erfahrungen und Erarbeitetes mit anderen im Bereich BNE Akti-ven auszutauschen und Produkte gegenseitig nutzbar zu machen.

Gegenwärtig beteiligen sich sieben PH der deutschsprachigen Schweiz und die PH der italie-nischsprachigen Schweiz. Eine PH der französischsprachigen Schweiz befindet sich im Auf-bau einer Partnerschaft im Rahmen des Programms.

éducation21 plant und steuert das Programm und verwaltet die finanzielle Unterstützung der DEZA zuhanden der PH. Sie führt zudem das Monitoring der einzelnen Partnerschaften. Den PH stehen somit neben finanziellen Beiträgen der DEZA eine konzeptionelle fachliche Be-gleitung durch Mitarbeitende der Stiftung sowie im von éducation21 geleiteten programmei-genen Netzwerk Erfahrungsaustausch- und Zusammenarbeitsmöglichkeiten zur Verfügung.