Lehrplan und Agenda 2030: Die Brücke heisst BNE

«Bildung als Grundstein und Triebfeder für nachhaltige Entwicklung»: Botschafter Michael Gerber, Gastautor in der Sonderausgabe "BNE-Grundlagen" der Praxiszeitschrift ventuno (Oktober 2016). © Copyright éducation21.

Die Verbindung zwischen globalem Handel, Klima, Menschrechten und Schule hat ein Kürzel: BNE, Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Pädagogische Grundlagen, Praxisbeispiele und die Bezüge zu den sprachregionalen Lehrplänen stehen im Fokus einer Sondernummer der BNE-Praxiszeitschrift ventuno. Das neue Heft ist ab sofort online und als Papierausgabe gratis bei éducation21 erhältlich.   

Den inhaltliche Bogen zwischen den globalen Nachhaltigkeitszielen gemäss Agenda 2030 und den sprachregionalen Lehrplänen in der Schweiz spannt Botschafter Michael Gerber, Sonderbeauftragter des Bundesrates für globale nachhaltige Entwicklung: "Nur durch die weltweite Förderung gleichberechtigter und hochwertiger Bildung auf allen Stufen sowie die Vermittlung zukunftsorientierter Kompetenzen werden die Nachhaltigkeitsziele bis 2030 erreicht werden können." 

BNE im Lehrplan 21

Wie BNE-Kompetenzen und pädagogische Prinzipien im Lehrplan 21 verankert sind, erläutert ein Beitrag von Dr. Christoph Mylaeus-Renggli, Geschäftsleiter der D-EDK: "Neu am Lehrplan 21 sind nicht die Inhalte, sondern die systematische Einarbeitung in die Fachbereichslehrpläne und die durch die Verlinkung transparente Darstellung". Regierungsrat Dr. Christoph Eymann, Präsident der EDK, unterstreicht in seinem Beitrag namentlich die Bedeutung "gut ausgebildeter Lehrpersonen, denen das Konzept von BNE vertraut ist und die es verstehen, BNE ganz selbstverständlich in den Unterricht einzubauen."

Arbeitsinstrument für die Schulpraxis

Das Heft ist als Arbeitsinstrument für Lehrpersonen und Schulleitungen konzipiert. Jürg Schertenleib, Direktor der Stiftung éducation21: „Schülerinnen und Schüler setzen sich täglich mit Themen der Agenda 2030 auseinander. Sie erkundigen sich nach den Energiewerten des Schulhauses oder nach Fairtrade in der Mensa. Sie erleben Migration als prägenden Teil der Gesellschaft und stellen nicht erst bei der Berufswahl fest, dass sich traditionelle Rollenbilder weiterentwickeln. Den technologischen Fortschritt tragen sie ganz selbstverständlich in der Hosentasche mit.“ Auf diese breite Themenpalette sind die Praxisbeispiele, methodischen Empfehlungen und zum Teil neu entwickelten Lernmedien ausgerichtet.

Praxisbeispiele für alle Schulstufen

Eines der vorgestellten Beispiele die Schule Gettnau im Kanton Luzern, eine der profiliertesten BNE-Schulen im Land. Christine Künzli, Professorin für Bildungstheorien und interdisziplinären Unterricht an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwest (FHNW), begleitet das Projekt als Expertin. Im ventuno-Interview schildert sie, was die Schulentwicklung in Gettnau prägt: "Ich war beeindruckt, wie lustvoll das Kollegium bei der Umsetzung vorgegangen ist. Wichtig war, dass die Entscheide für die konkreten Schritte immer in der Hand der Schule lagen. Meine Aufgabe war es, Rückmeldung zu geben und die Arbeitsschritte am Konzept einer BNE zu spiegeln."

„Ziffern, Zahlen, logisch denken und dabei das Hirn verrenken!“

Wie dieser Spiegel wirkt, lässt sich auf der Website der Schule Gettnau nachlesen. Das Motto zum aktuellen Jahresthema haben zwei Sechstklässler ausgeheckt: „Ziffern, Zahlen, logisch denken und dabei das Hirn verrenken!“. Haptisch ging es vor den Sommerferien zu und her, spielerisch jetzt, im Herbst, mit einer "Tschau Sepp"-Interpretation fürs ganze Schulhaus. Geduld und Umgang mit Komplexität, wie Christine Künzli im Interview schildert, lernen die Schüler/-innen dabei auf unterhaltsame Weise, ihrem Alter entsprechend. Beispiele wie jenes aus Gettnau und Experten/-innen wie Christine Künzli folgen sich in der BNE-Sondernummer Seite auf Seite. Dabei werden alle Schulstufen und viele unterschiedliche BNE-Themen abgedeckt.

BNE-Analyse zu Kompetenzen und Prinzipien

Neben den Praxisbeispielen enthält das Heft auch Anleitungen zur Analyse von Unterrichtsmethoden und Lernmedien. So stellt die Stiftung éducation21 den Lehrpersonen und Schulleitungen erstmals im Detail eine Anleitung zur Evaluation von Kompetenzen und Prinzipien, wie sie in den sprachregionalen Lehrplänen verankert sind, zur Verfügung. 

 
BNE an den Swiss Education Days (8. - 10.11.2016, Bern)

Die BNE-Methoden, die im ventuno-Sonderheft vorgestellt sind, werden zusammen mit den Themenschwerpunkten Energie und Migration den Auftritt von éducation21 an den Swiss Education Days vom 8. bis 10. November 2016 in Bern prägen. Hinzu kommt eine separate BNE-Bühne mit einer Auswahl ausserschulischer Bildungsangebote zu vielfältigen Themen.

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Trailer mit Botschafter Michael Gerber und Informationen zur ventuno-Sonderausgabe in der Spalte rechts.

 

ventuno | BNE-Sonderheft

ventuno | Botschafter Michael Gerber

Sonderbeauftragter des Bundesrates für globale nachhaltige Entwicklung

Sonderheft BNE-Grundlagen (Ausgabe 3|16). BNE in den sprachregionalen Lehrplänen. Analyse von BNE-Kompetenzen und pädagogischen Prinzipien. Praxisbeispiele, Methoden und Lernmedien für alle Schulstufen. Verbindung zur Agenda 2030.

Medienunterlagen

Medienmitteilung (PDF)

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ventuno | BNE-Grundlagen

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