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Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) | Das Portal

Netzwerk BNE der Dozierenden | Deutsche Schweiz

Netzwerk BNE der Dozierenden | Deutsche Schweiz
Mittwoch 19. Juni 2019 | 9:30-15:30 Uhr | PHBern | Bern

Transdisziplinäre Lern- und Lehrprozesse, methodische Zugänge zu einer BNE

Input - Praxisbeispiele - Diskussion - Infos aus den PH

Inhalt

Wie kann im Unterricht mit unterschiedlichen Werten und Normen oder nicht eindeutigen Lösungen umgegangen werden? Wie könnte das Transformationsverständnis meiner Hochschule aussehen und wie kann ich damit positiv zu einer Transformation in Richtung Nachhaltiger Entwicklung beitragen? Was sind Merkmale der inter- und transdisziplinären Wissensgenerierung und wie kann diese vermittelt werden?

Diesen und weiteren Fragen wird am diesjährigen Treffen des Netzwerks BNE der Dozierenden nachgegangen:
Im Hauptreferat erörtert Dr. Gabriela Wülser Merkmale der inter- und transdisziplinären Wissensgenerierung und zeigt Möglichkeiten der Vermittlung auf. Gemeinsam mit Franziska Oswald wird die Verbindung zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung deutlich gemacht.
Drei Workshops zeigen Handlungsoptionen und Umsetzungsmöglichkeiten für BNE auf Ebene Hochschule, Lehre und Unterricht auf und regen zum Austausch und Transfer in die eigene Praxis an.

Zielgruppe

- BNE- interessierte Dozierende von Pädagogischen Hochschulen der Deutschschweiz (alle Stufen und (Fach-)Bereiche)
- Mitglieder der Arbeitsgruppe BNE von swissuniversities

Ort

Pädagogische Hochschule Bern (Raum B103), Fabrikstrasse 8, 3012 Bern.
Anreise und Lageplan

Organisation

Maja Holenstein (éducation21); in Zusammenarbeit mit Anne-Marie Gafner Knopf (PHBern) und Nina Simonett (PHBern)

Anmeldung

Bis am 1. Juni 2019 im Anmeldeformular in der rechten Spalte auf dieser Seite.
Informationen: Maja Holenstein, éducation21: maja.holenstein@education21.ch

PROGRAMM
Inputreferat
Workshops
  • Mittwoch 19. Juni 2019, PHBern

    08.45- 
    09.30

    Eintreffen bei Kaffee und Gipfeli

    09.30

    Begrüssung, Programm und Ablauf des Tages

    09.40

    Inter- und transdisziplinäre Wissensgenerierung: Merkmale und Vermittlung
    Referat
    Dr. Gabriela Wülser, Netzwerk für Transdisziplinäre Forschung der Akademien der Wissenschaften Schweiz (td-net)
    und
    Franziska Oswald, éducation21

    Diskussion

    10.30

    Pause

    11.00  

    Workshops

    A: Inter- und transdisziplinäre Methoden
    Dr. Gabriela Wülser (td-net)

    B: Arbeitsgruppe in freier Zusammensetzung (in Eigenregie)
    Zeitgefäss, um in Eigenregie Bezüge aus dem Referat mit Blick auf die Ziele der eigenen Lehre reflektieren, gemeinsam an einer eigenen Sache zu arbeiten oder ein eigenes Thema mit anderen Dozierenden zu besprechenn

    C: Herausforderungen einer BNE mit einem neuen Konzept adaptiven Unterrichts begegnen
    Matthias Probst, PHBern

    12.15-
    13.30 
     

    Mittagessen* in der Mensa (fakultativ)

    13.30

    Workshops

    A: Inter- und transdisziplinäre Methoden
    Dr. Sibylle Studer (td-net)

    B: Wie (B)NE an unserer Institution/Hochschule integrieren? Anwendungsbeispiel und Übung mit einer «Theory of Change»
    Lilian Trechsel, CDE, Universität Bern und Dr. Anne Zimmermann, CDE, Universität Bern

    C: Herausforderungen einer BNE mit einem neuen Konzept adaptiven Unterrichts begegnen
    Matthias Probst, PHBern

    14.45

    BNE-Infos aus den PH und Abschluss des Tages

    15.30

    Ende des Netzwerktreffens

    *Das Mittagessen bezahlen die Teilnehmenden vor Ort selber. Wenn Sie in der Mensa vor Ort essen möchten, geben Sie dies bitte im Online-Anmeldeformular an.

  • « Inter- und transdisziplinäre Wissensgenerierung: Merkmale und Vermittlung »

    Dr. Gabriela Wülser, Netzwerk für Transdisziplinäre Forschung der Akademien der Wissenschaften Schweiz (td-net)
    und
    Franziska Oswald, éducation21

    PDF

    Um die Auseinandersetzung mit komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen gezielter unterstützen zu können, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler transdisziplinäre Forschungsansätze entwickelt. Sie unterscheiden sich von disziplinären Ansätzen durch die Einbindung von Akteuren aus der Praxis und die Beteiligung an gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Dadurch ist eine Auseinandersetzung mit normativen Orientierungen unumgänglich. In der Bildung stecken die Vermittlung diesbezüglicher theoretischer Grundlagen wie auch das erforderliche erfahrungsbasierte Lernen noch in den Kinderschuhen. Das Netzwerk für Transdisziplinäre Forschung der Akademien der Wissenschaften Schweiz (td-net) setzt hier auf das Format Massive Open Online Course (MOOC), fallbezogene Methodenworkshops und projektbasiertes Coaching. Der Input wird diese Punkte näher ausführen und Verbindungen zur BNE aufzeigen.

  • Workshop A   

    Inter- und transdisziplinäre Methoden

    Ziele und Inhalt

     

    In der inter- und transdisziplinären Generierung von Wissen treffen nicht nur verschiedene Perspektiven auf ein gesellschaftliches Problem aufeinander. Die am Prozess Beteiligten besitzen aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung auch verschiedene Denkstile. Diese müssen zueinander in Bezug gesetzt werden, damit Zusammenarbeit überhaupt möglich wird. Das Netzwerk für Transdisziplinäre Forschung der Akademien der Wissenschaften Schweiz (td-net) stellt in seiner open Access online Toolbox Methoden zur Verfügung, die dabei helfen (transdisciplinarity.ch/toolbox). Im Workshop werden ein bis zwei dieser Methoden kurz erläutert und in Kleingruppen ausprobiert. Der Fokus liegt auf der Unterscheidung von Wissen zur Sachlage, zu Zielen und zu Veränderungsmöglichkeiten (Three types of knowledge tool) sowie auf der Klärung der Rolle verschiedener einzubindender Akteure. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Austausch zum Gelernten und dem Wert solcher Methoden.

    Kursleitung  Dr. Gabriela Wülser (Vormittag) oder Dr. Sibylle Studer (Nachmittag), Netzwerk für Transdisziplinäre Forschung der Akademien der Wissenschaften Schweiz (td-net)
     
    Moderation Franziska Oswald, éducation21
     

    Workshop B  

    Wie (B)NE an unserer Institution/Hochschule integrieren? Anwendungsbeispiel und Übung mit einer « Theory of Change »

    (findet nur am Nachmittag statt)

    Ziele und Inhalt

    « Wie könnte das Transformationsverständnis (‘Theory of Change’) meiner Institution/Hochschule aussehen und wie kann ich damit positiv zu einer Transformation in Richtung Nachhaltiger Entwicklung beitragen? » Der Workshop wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit geben, sich nach einer kurzen Einführung gemeinsam dieser Frage zu widmen: wir setzen das Werkzeug der Theory of Change (oder Wirkungshypothese) ein und prüfen es am eigenen Wirkungsbereich innerhalb der Institution/Hochschule. Als Beispiel wird die Theory of Change der Universität Bern im Bezug auf der Integration der nachhaltigen Entwicklung in die Lehre vorgestellt und die Wertediskussion mit dem Beutelsbacher Konsens diskutiert.

    Kursleitung  Lilian Trechsel, Centre for Development and Environment, Universität Bern
    Dr. Anne Zimmermann, Centre for Development and Environment, Universität Bern
     
    Moderation Anne-Marie Gafner, PHBern

    Workshop C    

    Herausforderungen einer BNE mit einem neuen Konzept adaptiven Unterrichts begegnen

    Ziele und Inhalt

    Lehrpersonen bewegen sich bei der Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen zu Themen der nachhaltigen Entwicklung auf Glatteis – herausfordernd sind im Unterricht beispielsweise der Umgang mit unterschiedlichen Schülervorstellungen, Werten und Normen, ungewisser Zukunftsorientierung, nicht eindeutigen Lösungen und psychologischen Barrieren.

    Im Workshop wird ein neues Konzept für einen adaptiven Unterricht vorgestellt, mit dem sich verschiedene Perspektiven direkt in der Lernsituation systematisch, flexibel und für alle nachvollziehbar aufeinander beziehen lassen. Verschiedene Praxiserprobungen zeigen, dass diese Form des adaptiven Unterrichts Lehrpersonen und Lernende gleichermassen unterstützt im Umgang mit den erwähnten Herausforderungen und sich dieses Konzept insbesondere auch für die Lehrpersonenbildung im Rahmen einer BNE eignet. Das Konzept wurde auf Stufe Sek II erprobt, im Workshop wird ein Transfer auf Stufe Sek I angeregt.

    Kursleitung  Matthias Probst, Fachdidaktik Geografie Sekundarstufe II, PHBern
     
    Moderation Nina Simonett, PHBern
     

     

Einladung

Flyer (PDF)

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Maja Holenstein
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tel +41 31 321 00 36
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