Zusammenleben gemeinsam gestalten

Vorwort von Dr. Armin Hartmann, Regierungsrat, Bildungs- und Kulturdirektor Kanton Luzern, Präsident des Stiftungsrats éducation21
Unsere Gesellschaft verändert sich und mit ihr die Schule: Digitalisierung, soziale Medien, künstliche Intelligenz und eine zunehmende Individualisierung stellen das Bildungssystem vor neue Herausforderungen.
Umso wichtiger wird es, dass die Schule nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Kompetenzen stärkt, die ein demokratisches Zusammenleben ermöglichen: Dialogfähigkeit, Mitverantwortung, gemeinsame Lösungsfindung.
«Ganz im Sinne des Mottos Zusammenleben gemeinsam gestalten.»
Genau hier setzt Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) an. Sie befähigt Kinder und Jugendliche, sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. In der Schweiz ist BNE Teil des öffentlichen Bildungsauftrags. éducation21 unterstützt Schulen und Lehrpersonen dabei, diesen Auftrag praxisnah, sachlich fundiert und ausgewogen umzusetzen. Die Stiftung bietet Orientierung, Qualitätssicherung und einen verlässlichen Rahmen für die Auseinandersetzung mit komplexen Fragen.
Im Jahr 2025 stellte éducation21 die Themen «Partizipation und Zusammenleben» ins Zentrum ihrer Arbeit. Mit Unterrichtsmaterialien, Fachexpertise und Austauschformaten wurden Schulleitungen und Lehrpersonen dabei unterstützt, Lernräume gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern zu gestalten, Konflikte partizipativ zu lösen und die Schule stärker mit dem schulischen Umfeld – von Grosseltern über das Gewerbe bis hin zu verschiedenen Fachstellen – zu vernetzen.
Ein inspirierendes Beispiel dafür ist die Schule St. Karli in der Stadt Luzern. Sie versteht sich als Teil ihres Quartiers und arbeitet eng mit der Stadt, sozialen Institutionen, Vereinen und den Eltern zusammen. Durch Projekte im Quartier, Kooperationen mit Fachstellen und offene Schulangebote wird das schulische Lernen gezielt mit dem Lebensumfeld der Kinder und Familien verknüpft. Dieses Engagement durften andere Lehrpersonen und Schulleitungen an Veranstaltungen von éducation21 kennenlernen und weiterdenken.
So wertvoll und breit genutzt die Angebote von éducation21 sind, so anspruchsvoll bleibt ihre Finanzierung. Dialog, Vertrauen und Zusammenarbeit sind deshalb nicht nur zentrale Lernziele in der Schule, sondern auch Voraussetzung für das gemeinsame Engagement von Bund und Kantonen. Ganz im Sinne des Mottos: Zusammenleben gemeinsam gestalten.
