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Mehr Gewicht auf Sozialkompetenz

 

Im Rahmen des Projekts «Lernchallenges» entstanden während der letzten Monate rund 40 Projekte, an denen je zwei bis sieben Lernende verschiedener Berufsgruppen und Stufen aus Zug und Zürich beteiligt waren. Das Ziel dahinter: Fähigkeiten der Lernenden fördern, die der Computer nicht ausführen kann und sie zu kritischem Denken, selbständiger Problemlösung, Kommunikation, Kooperation sowie Kreativität anregen.

Warum sollte eine KV-Lernende gemeinsam mit einer angehenden Modedesignerin und einem künftigen Zimmermann ein Hochbeet schreinern, sich Gedanken über die Rettung von Rehkitzen oder die Organisation plastikfreier Anlässe machen? Die Antwort darauf: «Wenn der Computer Tätigkeiten automatisiert, dann muss sich die Schule auf die Vermittlung von Kompetenzen konzentrieren, die nicht automatisierbar sind», so Beat Döbeli, Leiter des Instituts für Medien und Schule an der PH Schwyz. Im Rahmen des Projekts «Lernchallenges» arbeiteten bunt gemischte Gruppen von Lernenden klassen- und kantonsübergreifend zusammen und realisierten für sie interessante Projekte, um Kompetenzen wie kritisches Denken, Kreativität oder Innovation zu fördern. Die Art und Weise der Ausführung war gänzlich den einzelnen Gruppen überlassen; die Lehrpersonen standen bei Bedarf beratend zur Seite. 

Bei den Projekten ging es nicht in erster Linie um die fachlichen Inhalte, sondern um die sozialen und überfachlichen Kompetenzen. Die verantwortlichen Lehrpersonen träumen bereits von einer Kooperation mit deutschen Gewerbeschulen – auch wenn dies noch Zukunftsmusik ist. Ein weiteres Projekt in kleinerem Rahmen mit Informatik- und Sprachschüler/innen ist aber bereits angedacht.

Zum Abschluss fand eine Präsentation sämtlicher Projekte am Gewerblich-industriellen Bildungszentrum Zug (GIBZ) statt. Die Lernenden stellten dort in zweiminütigen Kurzvorträgen ihr jeweiliges Projekt vor und standen anschliessend für Auskünfte bereit.

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