Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) | Das Portal

Eine/r für alle, alle für eine/n

Bild: sp.depositphotos

So oder so ähnlich kann Solidarität in einem Satz zusammengefasst werden. Ein Prinzip, das in der Schweiz traditionell verankert ist und doch immer wieder ins Wanken gerät. Wie kann Solidarität heute gelebt werden? Wie können junge Menschen sie ausüben und ihr in einer BNE-Perspektive Bedeutung verleihen? Das Themendossier Solidarität liefert Ideen und Anregungen.

Das Thema Solidarität berührt alle fünf Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung. Ob familiär, sozial, humanitär, international, generationenübergreifend, ökologisch, wirtschaftlich oder gewerkschaftlich – Solidarität impliziert eine starke gegenseitige Abhängigkeit zwischen den Lebewesen. Diese Abhängigkeit führt dazu, dass alle Beteiligten sich zusammenschliessen, sich gegenseitig unterstützen und für ein gemeinsames Ziel zusammenarbeiten.

Auf dem Weg zu einem Paradigmenwechsel

Solidarität bedeutet auch eine gemeinsame Verantwortung für die Erhaltung der Biosphäre und die Förderung der Klimagerechtigkeit. Aber auch den Willen, anders zu produzieren, konsumieren, arbeiten, entscheiden, tauschen und Wohlstand zu schaffen, mit Respekt für die beteiligten Menschen und die Umwelt.

Dieser zukunftsweisende Gedanke der Solidarität, Toleranz und Kooperation kann in der Schule optimal entwickelt und gefördert werden. Besonderes Augenmerk sollte auf die Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gelegt werden, wie z. B. Empathie, Zusammenarbeit, Engagement, Perspektivwechsel oder das Gefühl der Zugehörigkeit zur Welt.

Solidarität aus der BNE-Perspektive

Insbesondere das pädagogische Prinzip der BNE, die Chancengleichheit, bietet sich an, um mehr Solidarität in der Schule, im Betrieb und im Klassenzimmer umzusetzen. Es geht darum sicherzustellen, dass die gesamte Schulgemeinschaft und insbesondere Lernende, Auszubildende und Studierende die gleichen Möglichkeiten haben, ihre Ansichten zu entwickeln und zu äussern. Aber auch darum, die Folgen heutiger Entscheidungen für künftige Generationen zu bedenken.

Themendossier Solidarität

Die Solidarität der Bäume

Jüngste Entdeckungen zeigen, dass Bäume in Wäldern miteinander kommunizieren. Sie tauschen Moleküle über ein Netzwerk von Pilzen aus, die sich mit den Baumwurzeln verflechten, das so genannte Mycelium. So können sie sich gegenseitig Nahrung und Informationen übermitteln. Wir können also davon ausgehen, dass die in Wäldern lebenden Bäume soziale Organismen sind, die dank gegenseitiger Hilfe für ein angemessenes Ökosystem sorgen.

Quelle: Futura Planète: Un nouvel extrait du documentaire «L‘intelligence des arbres» (2018)

 

Weitere Informationen

Themendossier Solidarität

Praxismagazin ventuno: Solidarität