Globales Lernen

Globales Lernen setzt sich mit globalen Zusammenhängen und globalen Entwicklungen sowie deren Verknüpfungen mit unserem eigenen Alltag auseinander (z.B. Konsumgüter aus der ganzen Welt, Migration, Mobilität usw.). Grundlage dafür sind Werte wie globale soziale Gerechtigkeit und Nachhaltige Entwicklung.

Oberstes Ziel des Globalen Lernens ist die Orientierung in der Weltgesellschaft und die Auseinandersetzung mit globalen Herausforderungen. Globales Lernen will verstehbar machen, dass unser Alltag von weltweiten Zusammenhängen und Machtbeziehungen geprägt ist. Dazu gehört auch die Vergegenwärtigung einschränkender eigener Konzepte sowie die Auseinandersetzung mit Stereotypen und Vorurteilen. Globales Lernen orientiert sich am Wert der sozialen Gerechtigkeit sowie an der Leitidee einer Nachhaltigen Entwicklung.

Kompetenzen

Globales Lernen unterstützt Schüler/-innen dabei, sich in einer globalisierten Welt orientieren und eigene Haltungen entwickeln können. Dazu gehört, dass sie dazu befähigt werden, globale Zusammenhänge und deren Entwicklung zu analysieren, verschiedene Akteure und deren Interessenlagen zu einander in Beziehung setzen und Handeln auf Basis der Menschenrechte beurteilen. Die Schüler/-innen können dabei verschiedene gesellschaftliche Ebenen sowie eigene und fremde Wertorientierungen unterscheiden. Sie erkennen ihre persönliche Mitverantwortung und Handlungsmöglichkeiten und richten ihr Handeln entsprechend aus. Die Lernenden werden im Sinne einer interkulturellen Pädagogik dazu befähigt, sich in sozio-kulturell gemischten Gruppen auszutauschen und zusammenzuarbeiten.

Bezug zu BNE

Globales Lernen hat alle Perspektiven der Nachhaltigen Entwicklung sowie deren Zusammenspiel im Blick, rückt aber mit Absicht einerseits die räumliche Dimension (lokal-global) ins Zentrum. Andererseits ist die soziale/gesellschaftliche Dimension (soziale Gerechtigkeit, womit eine gerechte Verteilung von Grundgütern gemeint ist) zentral.

Globale Entwicklung im Lehrplan 21

«Globale Entwicklung und Frieden» ist im Lehrplan 21 als fächerübergreifendes Thema unter der Leitidee Nachhaltige Entwicklung gesetzt. Wichtige Bezüge bestehen zudem zu den fächerübergreifenden Themen «Kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung», «Politik, Demokratie und Menschenrechte», «Wirtschaft und Konsum» sowie «Geschlechter und Gleichstellung».
Bezüge zum Globalen Lernen finden sich im Lehrplan 21 weiter in den Fachbereichslehrplänen für den 1. und 2. Zyklus v.a. in den Fachbereichen «Natur, Mensch, Gesellschaft» (v.a.  NMG.7 und NMG.10) sowie im 3. Zyklus in den Fachbereichen «Räume, Zeiten, Gesellschaften» (v.a. RZG.2), «Wirtschaft, Arbeit, Haushalt», «Ethik, Religionen und Gemeinschaft». Bei den einzelnen Kompetenzen finden sich z.T. ausgewiesene Querverweise zu BNE.

BNE im Lehrplan 21

Weltbürgerschaft im Plan d'études romand (PER)