Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) | Das Portal

Zentral ist das kritische Denken

Interview: Renate Bühler, Foto: Louis Rafael Rosenthal

Nachhaltigkeit ist ein weites Feld und muss in der Gesellschaft laufend neu definiert werden. Gleichzeitig sollen auch Jugendliche entsprechende Kompetenzen erwerben. Wie vermittelt man diese im Unterricht? Klára Sokol, Direktorin von éducation21 und Maurice Greder, Leiter Marketing & Vertieb bei Compendio Bildungmedien AG, trafen sich zum Gespräch, das im FOLIO 3/2022, der Zeitschrift für Lehrpersonen in der Berufsbildung, abgedruckt wurde.

FOLIO: Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein sehr sperriger Begriff und weckt auf Anhieb wenig Assoziationen. Wie würden Sie Jugendlichen in einfachen Worten oder mit einem Beispiel verständlich machen, worum es geht?

Klára Sokol: Der Begriff kommt ja aus der Pädagogik. Wie bei anderen Konzepten ist es aus der Sicht der Kinder und Jugendlichen nicht wichtig, zu wissen nach welchen Konzepten sie unterrichtet werden. Ihre Lehrpersonen hingegen durchaus, sie sind es, die mit den zu vermittelnden Kompetenzen und Inhalten vertraut sein müssen! Im Grund ist es bestechend einfach: BNE gibt Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, Kompetenzen zu erwerben, mit denen sie an einer nachhaltigen Entwicklung teilhaben können.

Maurice Greder: Genau, wir haben es da mit zwei Ebenen zu tun. Auf der Lernenden-Ebene ist BNE eigentlich sehr praxisbezogen. Ich würde es so beschreiben: Versuche, möglichst wenig zu hinterlassen, das für Mensch und Umwelt nicht gut ist. Also: Wenn du in der Pause im Park ein „Gipfeli“ isst, wirf bitte die Papiertüte nicht einfach auf den Boden. Es geht um Haltung!

Zentral ist das kritische Denken, das Hinterfragen von Positionen – insbesondere auch der eigenen.
Klára Sokol


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