Mandat und Geschichte

Erfahren Sie, wie das Schulnetz21 entstanden ist und auf welcher finanziellen Grundlage es basiert.

Mandat und Geschichte des Schulnetz21

Schulnetz21 – das schweizerische Netzwerk gesundheitsfördernder und nachhaltiger Schulen – hat sich in den knapp 30 Jahren seit seiner Entstehung stetig weiterentwickelt und umfasst aktuell über 2300 Schulen in 23 kantonalen Netzwerken über alle vier Sprachregionen hinweg. Es ist das grösste Schulnetzwerk in der Schweiz, welches diese auf ihrem Weg zu gesunden und nachhaltigen Lern-, Arbeits- und Lebensräumen unterstützt. Über 450'000 Lernende erhalten so einen Unterricht, der sie befähigt, die Gesellschaft zukunftsorientiert mitzugestalten.

1997 nahm die Geschichte des Schulnetz21 ihren Anfang. Damals haben zahlreiche Kantone ihre Dienstleistungen für Schulen im Bereich Gesundheitsförderung auf- und ausgebaut und zu diesem Zweck das schweizerische Netzwerk gesundheitsfördernder Schulen (SNGS) ins Leben gerufen. Im Jubiläumsjahr 2017 startete die Weiterentwicklung in Richtung Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Im Zusammenhang mit der Einführung des Lehrplan21 wurde aus dem SNGS das Schulnetz21.

Die Mitgliedschulen werden von ihrem kantonalen oder regionalen Netzwerk sowie von der nationalen Koordination bei der Umsetzung von Gesundheitsförderung und BNE im Unterricht und bei der Schulentwicklung individuell und bedarfsorientiert begleitet. Sie profitieren zudem von einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch, sprachregionalen Impulstagungen sowie Finanzhilfen von éducation21. Bedarfsgerechte pädagogische Angebote und Instrumente schaffen einen echten Mehrwert für Schulleitungen und Lehrpersonen.

Koordiniert wird das Schulnetz21 durch die Stiftung éducation21, dem nationalen Kompetenzzentrum für Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Die Expertise zur Gesundheitsförderung stellt RADIX Schweizerische Gesundheitsstiftung sicher. 

Die Finanzierung des Schulnetz21 erfolgt durch die Gesundheitsförderung Schweiz, dem Bundesamt für Gesundheit sowie dem Bestellergremium der Stiftung éducation21.

Gesundheitsförderung Schweiz

Gesundheitsförderung Schweiz ist eine von den Kantonen und Versicherern getragene Stiftung. Mit gesetzlichem Auftrag initiiert, koordiniert und evaluiert sie Massnahmen zur Förderung der Gesundheit (Krankenversicherungsgesetz, Art. 19). Die Stiftung unterliegt der Kontrolle des Bundes. Oberstes Entscheidungsorgan ist der Stiftungsrat. Die Geschäftsstelle besteht aus Büros in Bern und Lausanne. Jede Person in der Schweiz leistet einen monatlichen Beitrag von 30 Rappen zugunsten von Gesundheitsförderung Schweiz, der von den Krankenversicherern eingezogen wird.

Als Teil des Eidgenössischen Departements des Inneren ist das Bundesamt für Gesundheit BAG verantwortlich für die Gesundheit der Bevölkerung, entwickelt die schweizerische Gesundheitspolitik und setzt sich für ein langfristig leistungsfähiges und bezahlbares Gesundheitssystem ein. Die Förderung einer gesunden Lebensweise ist Teil dieses Auftrages. Die Bildung ist dafür ein wichtiges Wirkungsfeld