Mitten im Wald

Treffpunkt ist der Innenhof das Château de l'Isle aus dem 17. Jahrhundert. Die sieben- bis achtjährigen Schüler/-innen der Klasse 4P aus dem Nachbardorf Cuarnens* warten ungeduldig auf den Beginn der Exkursion "Au coeur de la forêt", die das Team des Parks Jura Vaudois konzipiert hat.

Zunächst besichtigt die Klasse die Anlage und Räumlichkeiten des Schlosses, das 1696 von Charles de Chandieu, dem Generalleutnant der Schweizer Garde Ludwigs XIV, erbaut wurde. Danach führt der Weg entlang des Flusses Venoge in den Wald. Hier berichtet der Förster über die Herausforderungen, die sich in der lokalen Forstwirtschaft im Zusammenhang mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt stellen. Nach einer Stärkung in der Mittagspause lösen die Schüler/-innen selbständig Aufgaben im Wald. Die Lehrerin Katherine Giddey erzählt uns vor und nach der Exkursion von ihren Eindrücken.

Warum haben Sie sich für diese Exkursion entschieden?
Aus verschiedenen Gründen. Jedes Mal, wenn die Schüler/-innen die Möglichkeit haben, die Schule nicht nur zweidimensional in einem Buch oder vor einem Bildschirm zu erleben, sondern wie hier authentisch, dreidimensional, lohnt sich das. Was die Kinder am heutigen Tag lernen, erleben sie gleichzeitig. Zudem fühlen Sie sich im Wald wohl und es gibt spannende Aktivitäten. Schliesslich spielt auch die gute Erreichbarkeit des Orts eine Rolle.

Was erwarten Sie von diesem Tag?
Ich habe keine besonderen Erwartungen wünsche mir aber, dass die Schüler/-innen, wenn sie nach Hause gehen, mehr über den Wald wissen als vor der Exkursion. Da zähle ich darauf, dass die Exkursionsleitenden ihnen die Augen für die Dinge öffnen können, die es hier zu entdecken und zu verstehen gibt. 

Wie haben Sie die Exkursion nun erlebt?
Die Schüler/-innen haben vielfältige Eindrücke erhalten. Zunächst beim Besuch des Schlosses, wo sie zum Beispiel einen einzelnen Holzbalken genau beobachtet haben. Dann erlebten sie auf spielerische Weise die Vielfalt des Waldes. Sie haben einzelne Objekte gesucht und über deren Bedeutung und Zusammenhänge nachgedach.

Wie haben Ihre Schüler/-innen auf den Ort und die Exkursionsleitenden reagiert?
Auf der Burg staunten wir nicht schlecht über diesen Balken und die unglaublichen Räume. Die Schüler/-innen waren zudem sehr von der Menschlichkeit des Försters, Herr Reymondin, angetan. Sie merkten schnell, dass alle Referierenden mit ihrem Thema vertraut waren und es dauerte nicht lange, bis sie es wagten, sich zum Beispiel nach dem Namen einer Pflanze oder eines Baumes zu erkundigen. Wir schätzten auch das Zusammenspiel von externen Exkursionsleitenden und Leuten, die wir vom Dorf her kennen, welche mit uns ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilten.

Wie werden Sie im Unterricht an diese Exkursion anknüpfen?
Auf vielfältige Weise. An diesen Tag können wir eine Vielzahl von Schulaktivitäten knüpfen, sei es in Französisch, Mathematik, Umwelt oder in der Kunst. Wir beginnen mit einem Dankesschreiben an die Menschen, die uns begleitet haben. So lernen die Schüler/-innen, einen Brief zu schreiben. Das Erlebte werden wir in verschiedenen Fächern vertiefen. Unser Leben im Klassenzimmer wird es wohl noch für mehrere Wochen nähren.

*Primar- und Sekundarschule La Sarraz-Veyron-Venoge

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