Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) | Das Portal

Visionär und realistisch – BNE als Denkschule

Interview: Pascale Lötscher, Foto: Louis Rafael Rosenthal 

Nachhaltige Entwicklung ist ein Thema, das in der Gesellschaft viel diskutiert und in den Schulen immer präsenter wird. Lehrpersonen sind entsprechend gefordert. Unterstützung bietet ihnen das nationale Kompetenzzentrum éducation21 – ein Gespräch mit Direktorin Klára Sokol.

Wie würden Sie Nachhaltige Entwicklung aktuell definieren – und damit Bildung für Nachhaltige Entwicklung?

Zuerst zur Definition von Nachhaltigkeit: Diese wird durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse laufend weiterentwickelt. Davon abgeleitet wird die politische Agenda, die wir als nachhaltige Entwicklung bezeichnen – und die auf gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen fusst. In einem dritten Schritt kommen bei dieser Verkettung die Bildung dazu und die Erwartung an sie. Das ist anspruchsvoll.

Aber die Schule muss auf diese Prozesse und Erwartungen reagieren, sie ist ein Abbild der Gesellschaft. Gleichzeitig bildet sie die Gesellschaft von morgen aus. Das ist das Spannungsfeld, in dem sich die Lehrpersonen befinden und in dem wir sie begleiten. Die Lehrpersonen vermitteln den Schülerinnen und Schülern die relevanten Kompetenzen und machen ihnen klar, dass sie sich hinsichtlich Nachhaltigkeit immer wieder auf neue Erkenntnisse einstellen müssen. Unsere Aufgabe besteht also nicht in der Definition von BNE, sondern darin herauszufinden, wie BNE pädagogisch und methodisch-didaktisch sinnvoll vermittelt werden kann.

éducation21 feiert bald den zehnten Geburtstag. Wo wollen Sie in den nächsten Jahren hin?

Unsere Mission ist klar: éducation21 unterstützt Lehrpersonen darin, dass Kinder und Jugendliche die Kompetenzen erwerben, mit denen sie an einer zukunftsfähigen Entwicklung teilhaben können. Es gilt, die nächste Generation auf ein selbstständiges und selbstverantwortliches Leben in einer komplexer werdenden Welt vorzubereiten. Denn das, was als Nachhaltige Entwicklung definiert wird, verändert sich ständig – ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Mit dieser Dynamik müssen und wollen wir Schritt halten.

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